Lernen fürs Leben Siegen e.V.
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Der Schmetterling ~ Nr.14

Sonntag, 26. November 2023
Lernen fürs Leben Siegen e.V.

0271-7411-0102  ~  www.lfl-siegen.de

Es kommt ein Schiff geladen …

… bis an sein’ höchsten Bord. Eine sinnige Einstimmung in den Advent möchten wir mit Ihren Kindern und Ihnen feiern: am 2. Adventssonntag, 10. Dezember 2023 um 11.45 Uhr in der Christengemeinschaft Siegen, Melanchthonstr. 61.


Adventsbasar an der Rudolf Steiner Schule

Ein schönes Event für die ganze Familie: Samstag, 2. Dezember 2023, 10 bis 16 Uhr. Hier gibt es das Programm.

Adventsbasar an der FWS Oberberg

Wer am Samstag in Siegen nicht fündig geworden ist, nicht konnte oder im Oberbergischen wohnt, kann gleich tags drauf den Adventsbasar an der Gummersbacher Waldorfschule besuchen: Sonntag, 3. Dezember 2023, 11–17 Uhr.

„Winterfeuer“ auf dem Fischbacherberg

Wer noch nicht genug Markt hat: bei „Schön und Gut“ gibt es ebenfalls am Samstag, 2. Dezember 2023, aber von 14 bis 17 Uhr das „Winterfeuer“, den Weihnachts- und Erlebnismarkt des Katholischen Jugendwerks Förderband, mit „winterlichen Speisen und Getränken“ von Kochwerk.

Kümmert euch endlich um die Kinder …

… nicht um die Tablets!, schimpfte ein bayrischer Pädagogik-Professor gegen seine Landesregierung, als sie ankündigte, bis 2028 alle SchülerInnen mit Tablets auszustatten. In Schweden ist man schon weiter, da wendet sich die Regierung mittlerweile aus pädagogischen Gründen ein gutes Stück von der bisherigen „Digitalisierungs“-Strategie ab. Jetzt fordert auch in Deutschland eine ganze Reihe namhafter Wissenschaftler die Politik zur Vernunft auf – zunächst in Gestalt eines Moratoriums. Ein Thema, was auch uns ~ obwohl wir auch unsere neue Schule ohnehin mit sehr bewusstem Einsatz von Elektronik leben werden ~ ständig bewegt. Wir danken dem Bündnis für humane Bildung für das wachsame Engagement in diesem Bereich!

Der Klappspiegel  Was ist das?

~ alte Kamellen ~ bewahrenswerte Schätze ~ Klappspiegel öffnen ~

  1. Weitere drei Arbeitsgerichts-Verhandlungen von KollegInnen liegen hinter uns. Die Ergebnisse, die wir hier nur andeuten können, sind wie erwartet: Das Gericht sah in keinem der Fälle eine Begründung der Kündigung, ja es verschwendete noch nicht einmal Zeit damit. Mit anderen Worten: die Willkür des Arbeitgebers liegt offen zutage. Erneut wurde dabei von Gerichtsseite auch thematisiert, dass die Kündigungen ja offensichtlich satzungswidrig waren – aber bekanntermaßen gehört dies eben ins Kapitel „Vereinsrecht“, aus dem sich die ArbeitsrichterInnen herauszuhalten haben.
     
    Damit wurde also nunmehr in allen bisher 6 behandelten Fällen festgestellt, dass die Kündigungen unbegründet waren (ebenso wie, um diesen dunkelsten Punkt nur einmal anzudeuten, die über zwanzig Kinder-Kündigungen). Ein weiterer Fall wird noch im Dezember verhandelt, auch dort wird es nicht anders sein. – Wie unsere betroffenen KollegInnen individuell mit diesen tiefen gewaltsamen Einschnitten in ihre Biographien umgehen, ist unterschiedlich: eine der Klagen ging sogar auf Wiedereinstellung – und war ebenfalls erfolgreich. Hut ab, unsere Gedanken sind bei Dir!
     
    Wir können uns an dieser Stelle klarmachen: in unserer Zeit, die sich die „Dreigliederung des sozialen Organismus“ noch nicht erarbeitet hat, heißt es wie selbstverständlich überall: Arbeit gegen Geld. Entsprechend geht es vor dem Arbeitsgericht in aller Regel (sofern nicht echte Gründe vorliegen) ums Geld, also für den Arbeitgeber darum, wieviel er sich seine Willkür kosten lassen will. Denn wer will schon erst monatelang in der Luft hängen und dann freiwillig zurück in eine Höhle des Löwen.
     
    Insofern sind die Urteile für unsere KollegInnen ja nichts besonderes. So ist es üblich: Wenn dem Chef der Angestellte nicht passt, wirft er ihn hinaus – wenn er es sich leisten kann. Nur: wir hatten in unserm Haus ganz klar eine andere Kultur. Äußerlich spiegelte sich diese natürlich ganz simpel in der Vereinsstruktur: Chef ist letzten Endes kein Autokrat, sondern die Mitgliederversammlung. Und davor ist für Personalfragen zuständig: die Konferenz selbst.
     
    Noch einmal mehr „von innen“ betrachtet: Wir wollen ja nicht behaupten, dass wir, in den Jahren unserer Arbeit an der ehemaligen Wirkensstätte, die „Dreigliederung“ bereits voll durchdrungen hätten. Aber: dass wir uns, trotz der Rahmenbedingungen in denen wir leben, ein gutes Stück befreit haben von der veralteten Vorstellung „Arbeit gegen Geld“, das haben wir auf zwei Feldern täglich erlebt: a) im Leben und Arbeiten mit den Kindern, b) im Leben und Arbeiten mit unseren KollegInnen („Selbstverwaltung“).
     
    „Arbeit“ ist immer Zusammenarbeit mit anderen Menschen. Soviel haben wir von „Dreigliederung“ jedenfalls verstanden, dass Arbeit eigentlich eine Sache des „Geisteslebens“ ist, oder sein will. Es geht um meine und deine Impulse, Fähigkeiten – und wie gesagt: um die Biographie. Sich „auf Arbeit“ miteinander zu verständigen (gegebenenfalls auch konfliktreich bis zum Sichtrennen), will eine Angelegenheit des Geisteslebens sein, also ein gemeinsames Bemühen auf der Grundlage von freiem, „ichhaften“, verantwortlichen Austausch, kein Hantieren via Macht und Geld. Irgend etwas anderes hätten wir auch nicht den Kindern vermitteln wollen. Die Akteure an der EWS lebten da offensichtlich in einer anderen Welt – obwohl die Satzung in diesem Punkt genau Ausdruck unseres Miteinanders war.
  2. Die finanziellen Auswirkungen des Desasters auf die beiden Vereine unserer EWS (ehemaligen Wirkensstätte) sind uns nicht im Detail bekannt. Wenn man sich vorstellt, was die vielen Monate Freistellungen, die Abfindungen, die Rechtsanwaltskosten ausmachen mögen, und dies bei drastisch „eingebrochener“ Kinderzahl, fragt man sich, wofür dies der Preis sein soll und wer dafür verantwortlich sein will. Über die „Mitgliederversammlungen in der Warteschleife“ haben wir ja schon genug angedeutet.
  3. Wir bitten auch hier wieder um Verständnis für dies „Wort zum Sonntag“ und dafür, dass wir mit diesen Dingen nicht in breiterer Form an die Öffentlichkeit gehen. Da spielen noch Rücksichtnahmen gegenüber Menschen eine Rolle, außerdem die bereits genannten äußeren Bedingungen. Für den Staatsanwalt reicht es ja leider nicht. Für diesen sind auch die 20 oder 25 Kinder-Kündigungen Privatsache (und da haben wir dasselbe Spiel in grün). Also wollen wir keine Keilerei. Wir versuchen, unserer Verantwortung so gut es geht gerecht zu werden. Apropos: Hin und wieder werden wir angesprochen von Menschen, denen unsere EWS offenbar ebenfalls am Herzen liegt und die hier ebenfalls eine Verantwortung spüren. Unser Appell: dies ist eigentlich zu schade für Gespräche zwischen Tür und Angel. Nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf, damit wir uns in geeigneter Form und in Ruhe darüber austauschen können ~ unsererseits immer gern ohne „schmutzige Wäsche“.
     
    Nunmehr, über die Advents- und Weihnachtszeit, wollen wir den „Klappspiegel“ aber auch geschlossen halten, sofern nichts Unvorhergesehenes passiert.

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