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Der Schmetterling ~ Nr.104

Sonntag, 25. Januar 2026
Lernen fürs Leben Siegen e.V.

0151-5737-5277  ~  www.lfl-siegen.de

In winterlichen Tiefen
Erwarmt des Geistes wahres Sein;
Es gibt dem Weltenscheine
Durch Herzenskräfte Daseinsmächte;
Der Weltenkälte trotzt erstarkend
Das Seelenfeuer im Menscheninnern.


„Mit den Bienen durchs Jahr“


© Mellifera e.V.

Sie spielen mit dem Gedanken selbst Bienen zu halten? An der Waldorfschule Oberberg in Gummersbach gibt es eine Einführung in die wesensgemäße Bienenhaltung.

Der Imkerkurs findet im Rahmen des Mellifera-Ausbildungsverbunds statt und gibt interessierten Menschen Gelegenheit, sich mit den Bienen vertraut zu machen.

Im Zentrum der wesensgemäßen Bienenhaltung steht der Gesamtorganismus „Bien“. Neben theoretischem Wissen steht die praktische Arbeit mit den Bienen sowie die Beobachtung des Bienenvolkes im Jahreslauf im Mittelpunkt des Kurses. Zusätzlich bieten Vorträge zu grundlegenden Fragen Anregungen, sich mit den Zusammenhängen von Biene, Mensch und Natur auseinanderzusetzen.

Der Kurs richtet sich an Menschen, welche sich für die Natur und insbesondere für die Bienen interessieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

6 Samstage von 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr: 28.03.2026, 25.04.2026, 16.05.2026, 06.06.2026, 11.07.2026, 19.09.2026

Kosten: 450,- €

Leitung und Kontakt: Demeter-Imkerei – Barbara Leineweber / Mellifera e.V.

Näheres und Kontaktdaten bei Mellifera e.V.


Wärme, die bleibt


© Software AG ~ Stiftung

Die Welt sei jetzt „kein kuscheliger Ort mehr“, meinte ein Regierungschef letzte Woche in Davos verlautbaren zu müssen. Aber (siehe auch den Wochenspruch oben) es gibt auch „Wärme, die bleibt“. Der „Wärme als Grundlage von Beziehung, Entwicklung und Gemeinschaft“ widmet sich die neue Ausgabe des jährlich erscheinenden Magazins der Software AG ~ Stiftung, die man kostenlos anfordern oder (dann leider ohne den beigefügten Bienenwachswickel) herunterladen kann. Die Stiftung ist in unserm Bereich ~ Inklusion, Pädagogik, Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen ~ seit vielen Jahren segensvoll unterstützend tätig.

Auf rund 40 Seiten beleuchtet die Publikation aus medizinischer, pädagogischer und landwirtschaftlicher Perspektive, wie Wärme als Ausdruck von Zuwendung und Verantwortung wirkt. Sie unterstützt Prozesse des Werdens, stärkt Selbstheilungskräfte und fördert soziale Verbundenheit. (…) Ein beigefügter Bienenwachswickel sowie die in der Heftmitte abgedruckte Sonnenmeditation von Rudolf Steiner laden dazu ein, sich dem Thema nicht nur intellektuell, sondern auch sinnlich und innerlich zu nähern.

„Wärme“: aber ist das nicht irreführenderweise nur ein Wort für zwei ganz verschiedene Sachverhalte? Was hat denn die physikalisch messbare „Energieform“ mit dem anderen zu tun, was wir auch unter „Wärme“ verstehen, mit soetwas wie „Liebe“? Da kann es doch gar keine Brücke geben!

Oh doch ~ und wieder können wir uns nicht verkneifen, dem radikalen Karl Ballmer das Wort zu geben (Sätze aus 1946, ein Jahr nach Hiroshima): „Es geht um die Neufundierung des Verhältnisses des Menschen zu den natürlichen Dingen. An der Atombombe geht den Menschen eine Ahnung für dieses Problem auf. Wir können die „Welt“ nicht mehr wie ein uns nur gegenüberstehendes fremdes Objekt verstehen wollen, der Sinn der natürlichen Dinge fällt nicht mehr außerhalb unseres Geistes und unserer Verantwortung. Wenn die menschliche Technik mit der Atombombe sozusagen das Schicksal der Erde in ihren Griff zu nehmen vermag, dann wird unsere „Freiheit“ darin bestehen müssen, dass wir selbst im innersten Zentrum und Keimpunkte der letzten „Wirklichkeit“ dabei sind, aus dem sich der Sinn des Daseins entscheidet und entfaltet. Es ist vorbei mit dem Kindheitstraum der Menschheit, es könne der Sinn und Zweck unseres Daseins bei einem fremden autoritären Verwalter aufgehoben und gehütet sein. Wären wir kühn und verwegen genug, aus einer erneuerten Erkenntnis des Natürlichen heraus die Untrennbarkeit der modernen Freiheitsfrage von der religiösen Gottesfrage zu sehen, so vermöchten wir zu empfinden: Die Wärme-Energien, die von der Atombombe entfesselt werden, sind die gleiche und eine Welt-Urkraft, die von unserer Religion als die geistige Urkraft der Liebes-Wärme – des göttlichen Menschensohnes – verehrt wird. An uns liegt es, Einheitsstifter im technischen Zeitalter zu werden.“

Das geht natürlich auf Steiner zurück. Alle physikalischen Erscheinungen müssten zukünftig „auf den Menschen zurückgeführt werden“, meinte dieser. Es müsse eine Brücke geschlagen werden zwischen äußeren Sinneserscheinungen und innerlichem Erleben. Auch wenn dies außerordentlich schwer sei, sei es gerade „zum Heile der physikalischen Wissenschaft“ nötig; so Steiner 1920 in der Vortragsreihe „Die Wärme auf der Grenze positiver und negativer Materialität“.1 Und wer war als Publikum für diese exklusiven Mitteilungen ausersehen? Ausgerechnet das relativ kleine Lehrerhäuflein der kurz zuvor gegründeten ersten Waldorfschule! Bei den Fachphysikern hätte Steiner für seine Anregungen zum Brückenbau wohl keinen Anklang gefunden. Die können bis heute bei ihrem Rechnen und Konstruieren ohne das auskommen. Für die Pädagogen hielt Steiner die „Einheitsstiftung“ offenbar für ebenso nötig, und für möglich ~ und sei es, dass man bei der Schwierigkeit des Stoffes über eine Ahnung zunächst nicht hinauskommt. Zukunftsmusik! Auch Ballmer vermutete, dass „der Fortschritt der modernen Physik erst ausgerast haben“ muss, bevor man „ernüchtert“ auf die Frage stoßen werde: Was denn eigentlich eine Sinneswahrnehmung sei.

Das waren jetzt unsere Nachdenklichkeiten, nicht die der Broschüre. Aber dort scheint diese Ahnung präsent zu sein. Jedenfalls ist das Heft beeindruckend in seinem Impuls, „Wärme“ zu beschreiben, wie sie in verschiedensten Formen in den verschiedenen Feldern der Stiftungsarbeit zu erleben ist. „Gerade in Zeiten zunehmender sozialer Kälte wollen wir ihrer Gegenkraft Ausdruck verleihen.“

1 GA 321 📄. Bereits zum Jahreswechsel 1919/1920 hatte es den 1. naturwissenschaftlichen Vortragskurs für die Lehrer gegeben, hauptsächlich zum Thema „Licht“; der „Wärmekurs“ folgte dann im März 1920.

„Kindheit zwischen Kreativität und KI ~ Medienpädagogik an der Waldorfschule“


Dazu wird Prof. Dr. Robert Neumann am Mittwoch, 18. Februar 2026 um 18.30 Uhr einen Vortrag an der Rudolf Steiner Schule Siegen halten. Der Dozent der Freien Hochschule Stuttgart (ein Seminar für Waldorfpädagogik) wirkt schon tagsüber am „Pädagogischen Tag“ des Kollegiums zum Thema „Medien“ mit ~ der Abendvortrag ist öffentlich. Neumann wird einen Input geben und dann gern mit allen Zuhörerinnen und Zuhörern rund um das Thema „Medien“ in den Austausch gehen.


Digitalforcierung

Zum soeben empfohlenen Vortrag noch etwas Beiwerk aus anderer Perspektive:

Liebe KollegInnen Wissenschaftler, Ärzte und Pädagogen, ohne öffentliche Debatte werden derzeit Digitalisierungsmaßnahmen für Schulen forciert, die weitere massive psycho-soziale und weitere gesundheitsschädliche Folgen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben werden.

Dazu haben wir auf unserer Homepage www.diagnose-funk.org eine Analyse der „Empfehlungen für eine veränderte Lern- und Prüfungskultur“ publiziert. Der Bertelsmann-Konzern zusammen mit Kultusministerien empfehlen, den Unterricht auf Künstliche Intelligenz (KI) und autonomes, algorithmisch gesteuertes Lernen umzustellen. Kernstück ist die lückenlose Datenerfassung für eine Schüler-ID, die in eine lebenslange Bürger-ID übergehen soll. Dies entspricht den Vorgaben des Koalitionsvertrages der Bundesregierung. Dafür soll jeder Schüler kostenlos ein Tablet bekommen! Die Bestrebungen nach Smartphone- und Social Media Verboten werden damit konterkariert. Die Folgen werden unterschätzt. Die Nutzungszeiten und auch die Strahlenbelastungen werden sich massiv erhöhen. Lesen sie dazu unsere …

Soweit Peter Hensinger von der oben verlinkten Initiative „Diagnose-Funk e.V.“, einer auch schulpolitisch sehr regen „Umwelt- und Verbraucherorganisation zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung“. Lesen Sie z.B. hier weiter.

Das Thema bleibt ~ selbstverständlich ~ pädagogisch und gesellschaftlich hochrelevant; man kann sich nicht beruhigen, wenn hier oder dort ein teilweises Erwachen stattfindet. In diesem Sinne verlinken wir es, ohne uns in die Details hineinzuarbeiten. Also gilt, wie selbstverständlich immer: zitierte und verlinkte Sachen „geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder“. Wenn Sie dazu andere Aspekte haben ~ fühlen Sie sich frei, uns etwas zur Veröffentlichung zu schicken!

Leben und Lernen mit Kindern im ersten Lebensjahrsiebt

Ein 3-teiliges Webinar für Eltern, Erzieher(innen), Tagesmütter, Kinderpfleger(innen) und andere Interessierte (drei Abende à 90 min) gibt es von Svenja Herget, ehem. Lehrerin mit Ausbildung zur Waldorflehrerin sowie SAFE-Mentorin („Sichere Ausbildung für Eltern“ von Prof. K.-H. Brisch). Die Termine liegen im März. Näheres hier.

www.lfl-siegen.de  


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